Wir fasten mit allen Sinnen!

In diesem Jahr steht nicht das Fasten in der Vorbereitungszeit auf Ostern im Vordergrund. Wir begehen die Fastenzeit mit allen Sinnen. Die Sinne sind es, die unser Leben bunter machen, egal wo wir sind. Wir machen verschiedenste Erfahrungen, wir sehen, schmecken, hören, riechen und fühlen. Alle Eindrücke werden gesammelt und verarbeitet. So bildet sich bei den Kindern ein sehr komplexes Bild unserer Welt. Sich auf einen Sinn einmal besonders zu konzentrieren werden wir in der Fastenzeit in den Mittelpunkt stellen.

Dafür bereiteten wir eine Blume vor, wo jedes einzelne der sechs Blütenblätter einen Sinn hervorhebt.

Fasten mit den Ohren: hören welche Geräusche uns der Frühling bringt – die Worte unserer Mitmenschen achtsam wahrnehmen

Fasten mit den Augen: mit offenen Augen durch die Natur gehen – Gottes Schöpfung visuell wahrnehmen

Fasten mit der Nase: die Düfte des Frühlingserwachen einfangen – bewusst Gerüche wahrnehmen

Fasten mit dem Mund: jemanden loben – auf verletzende Worte und Streit verzichten

Fasten mit den Händen: mit Händen trösten, helfen und streicheln – Gegenstände ertasten und wahrnehmen

Fasten – heute habe ich jemanden glücklich gemacht: das sechste Blütenblatt ist frei gestaltet – die Erzieherinnen heben eine Situation besonders hervor und loben das Kind, welches mit seinen Sinnen etwas Gutes getan hat

Gleichzeitig steigen wir einmal wöchentlich in unserer Phantasie in ein Flugzeug und begeben uns auf Zeitreise mit Ziva und David nach Israel. Wir hören eine Bibelgeschichte von Jesus und bearbeiten diese, um die Verbindung von den eher sachlich, biologisch gehaltenen Sinnen zum religionspädagogischen Inhalt der Bibelgeschichten zu schaffen.